Sidewalk NYC

New York, U.S.A.

Dies und das "tut man nicht". Hören wir alle diese Ermahnung nicht schon unser ganzes Leben lang? Leider fehlte meist, trotz insistierender Nachfrage, die erhellende Antwort auf die Fragen nach dem "warum tut man das nicht". Die absolute Totschlagerklärung lautete immer: "Weil's nun mal so ist." Als Kind und heranwachsender kleiner Mensch stapelten sich so die unbeantworteten Fragen. Und sie hörten auch später nie auf, sich weiter anzuhäufen. Also machte ich mir Gedanken und rückte mir im Laufe des Erwachsenwerdens meine Welt so, wie ich sie gerne sehen wollte. Ohne Grenzen. Vielleicht auch manchmal ohne "guten Geschmack". Wer bestimmt eigentlich, welcher Geschmack gut ist und welcher schlecht? Ich mag keine unbegründeten Belehrungen, Mochte ich noch nie. Deshalb ziehe ich bis heute immer wieder mutig los ins "Abenteuerland". Im Rucksack nicht mehr als meine Ideen. Manchmal belächelt, teils bejubelt und gefeiert, oft aber auch mit Unverständnis und erhobenem Zeigefinger vor den Sünden diese Welt gewarnt. So entstand dann auch dieses Motiv. Ausgedacht und umgesetzt aus einem einfachen Grund: Weil man's nicht tut!

PORTFOLIO #497

“To photograph people is to violate them, by seeing them as they never see themselves, by having knowledge of them that they can never have; it turns people into objects that can be symbolically possessed. Just as a camera is a sublimation of the gun, to photograph someone is a subliminal murder - a soft murder, appropriate to a sad, frightened time.”